Zahnbehandlungen

Wurzelkanalbehandlung

(Wurzelkanalbehandlung)

Das, was wir beim Lächeln zeigen, ist nur die Spitze des Eisbergs. Das “Innere” des Zahnes, das wir dabei nicht zu Gesicht bekommen, ist dem Gebiet der Endodontie vorbehalten, der sog. “Zahnanatomie”.

Was ist Endodontie?

Endodontie stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie die Lehre vom Zahninneren.

Zahninnere?

Unterhalb des Schmelzmantels (übrigens die härtesten Substanz im menschlichen Organismus) und unter dem Dentin (Zahnbein, knochenähnliches, hartes Gewebe), liegt die sog. Pulpa (das Zahnmark). Im Zahnmark befinden sich Blutgefäße, Lymphgefäße, Bindegewebe und Nervenfasern. Die Pulpa reicht von der Zahnkrone bis zur Wurzelspitze, sie versorgt die Zähne mit Nährstoffen und übernimmt wichtige Aufgaben bei der Zahnbildung. Hat sich der Zahn vollständig entwickelt, kann er auch ohne Pulpa weiter leben.

Endodontie = Wurzelkanalbehandlung  = Wurzelbehandlung = innovative biologische Zahnerhaltung

Teeth have priority

Die Anfänge der endodontischen Behandlung lassen sich bereits in das antike Rom und Griechenland zurückverfolgen. Damals wurden Zahnschmerzen durch Ausbrennen der Pulpa mit einer heißen Nadel behandelt. Die moderne Endodontie wurde in den USA entwickelt und stellt ein innovatives, vielschichtiges und anspruchvolles zahnmedizinisches Verfahren der Wurzelbehandlung dar. Ziel ist es, den natürlichen Zahn möglichst zu erhalten.

Wie?  “You can only treat what you see“
Wurzelkanalbehandlung, Zahnärzte am Phönixsee, Dortmund

Speziele High-Tech-Präzisionsinstrumente (wie das Operationsmikroskop und eine ultraschallunterstützte Spülung der Wurzelkanäle) und aufwendige Behandlungstechniken (wie die elektrometrische Längenbestimmung der Zahnwurzel und die maschinelle sterile Einmalinstrumente) ermöglichen eine dreidimensionale Wurzelkanalbehandlung. Auf diese Weise können auch kleinste Strukturen im Zahninneren erkannt und von Bakterien und Gewebsresten befreit werden. Dadurch wird die bakterielle Belastung fast ebenso sicher bekämpft, wie durch die Entfernung eines toten Zahnes.

Von überragender Bedeutung bei einem endodontischen Eingriff ist, dass alle Gewebsreste, Bakterien etc. spurlos und gründlich entfernt werden. Aus diesem Grund ist eine endodontische Therapie deutlich zeit- und materialintensiver als eine konventionelle Wurzelfüllung.

Und genauer?

Was passiert bei einer typischen endodontischen Behandlung und in welcher Reihenfolge?

  1. Der Zahn wird geöffnet, um das Pulpagewebe zu entfernen. Dabei wird der Zahn mit Kofferdam (kleines Gummituch aus Latex ) isoliert, um das Eindringen von Bakterien aus der Mundhöhle oder aus dem Speichel zu vermeiden.
  2. Die Kanallänge wird bestimmt.
  3. Das Wurzelkanalsystem wird aufbereitet.
  4. Die Wurzelkanäle werden gereinigt und desinfiziert.
  5. Die Wurzelkanäle werden bakteriendicht gefüllt; meist mit Guttapercha, einem elastischen Naturmaterial. Wichtig ist, dass der Kanal dicht gefüllt ist, um ein Wachstum von Bakterien und damit eine Reinfektion zu verhindern.
  6. Der Zahn wird mit einer Füllung wieder verschlossen und ggf. mit einer Krone stabilisiert und so vor möglichen Frakturen geschützt.
Erfolgsaussichten

Durch den Einsatz von Präzisionstechniken sind die Erfolgsraten bei endodontischen Wurzelbehandlungen enorm gestiegen und liegen heute bei über 90 Prozent. Hingegen fällt der Belastungsgrad für den Patienten und seine Zähne viel geringer aus, z.B. im Vergleich zu Implantaten oder Brücken.

Der Zahnerhalt lohnt sich in jeder Beziehung! Holen Sie sich weitere Informationen bei Ihrem nächsten Termin im Zahnarztzentrum am Phönixsee.

Wurzelspitzenresektion