Plaque (= Zahnbelag) entsteht kontinuierlich, und der Prozess beschleunigt sich, wenn wir essen. Es handelt sich dabei um einen komplex aufgebauten weichen, klebrigen Biofilm, der sich aus Bakterien, Nahrungsresten und Speichel (Proteine+ Polysaccharide+ Elektrolyte + Mikroorganisme) zusammensetzt.
Nach dem Essen bleiben mikroskopisch kleine Speisereste auf den Zähnen zurück. Die natürlich in der Mundhöhle vorkommenden Bakterien nutzen diese Reste – besonders Zucker und Kohlenhydrate – als Nahrung.
Bakterienvermehrung: Durch die Nahrungsaufnahme vermehren sich die Bakterien und wandeln die Speisereste in Säuren um.
Biofilm-Bildung: Es bildet sich ein klebriger Film (Biofilm), der an den Zähnen haftet.
• Zeitfaktor: Plaque bildet sich sehr schnell. Bereits nach wenigen Stunden nach dem Zähneputzen beginnt der Prozess erneut, und nach etwa 48 Stunden ist eine deutliche Plaque-Schicht vorhanden.
• Folgen: Wird Plaque nicht durch gründliches Zähneputzen und interdentale Zahnbürstchen entfernt, kann dies zu Karies (durch säurebedingte Entkalkung) und Zahnfleischentzündungen führen.
• Zahnstein: Mineralisiert der Plaque (durch Speichel), verhärtet er sich innerhalb weniger Tage zu Zahnstein, der nicht mehr mit der Zahnbürste entfernt werden kann.